Hochkarätiger Vortrag an der RSE

Am 19. März 2026 wurde an der Staatlichen Realschule Ergolding ein besonderer Impuls für die historisch-politische Bildung gesetzt: Mit Katrin Himmler war eine Referentin zu Gast, die sich auf eindrucksvolle Weise mit der eigenen Familiengeschichte im Nationalsozialismus auseinandersetzt. Als Politikwissenschaftlerin und Autorin bringt sie nicht nur fachliche Expertise, sondern auch eine sehr persönliche Perspektive in die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ein.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Schulleiter Alexander Köppl, der in seinen einleitenden Worten die Bedeutung einer differenzierten und kritischen Erinnerungskultur hervorhob. Er unterstrich, wie wertvoll es sei, dass sich Persönlichkeiten wie Katrin Himmler aktiv der historischen Aufarbeitung widmen und damit wichtige Denkanstöße für junge Menschen liefern. Organisiert wurde die Veranstaltung von Christoph Gsell, dem Fachschaftsleiter für Geschichte.

Im Zentrum des Vormittags stand der Vortrag der Referentin, die aus ihrem Buch „Die Brüder Himmler“ las und ihre Ausführungen durch persönliche Einblicke ergänzte. Dabei ging sie über die bekannte Rolle Heinrich Himmlers hinaus und beleuchtete die Verstrickung ihrer gesamten Familie in das nationalsozialistische System. Besonders eindrücklich waren ihre Schilderungen darüber, wie schwierig der offene Umgang mit dieser Vergangenheit über Generationen hinweg gewesen ist. Das lange Schweigen innerhalb der Familie machte deutlich, wie tief die Spuren der Geschichte reichen.

Der Vortrag verband historische Analyse mit einer klaren Haltung zur Gegenwart. Katrin Himmler machte deutlich, wie wichtig es ist, sich aktiv gegen das Vergessen zu stellen und demokratische Werte zu verteidigen. Für die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen wurde dadurch greifbar, dass Geschichte nicht abgeschlossen ist, sondern bis in die heutige Zeit hineinwirkt.

In der anschließenden Fragerunde zeigte sich das große Interesse der Jugendlichen. Viele nutzten die Gelegenheit, um mehr über den persönlichen Umgang der Referentin mit ihrer Familiengeschichte zu erfahren. Offen und reflektiert beantwortete sie die Fragen und ermutigte dazu, Verantwortung zu übernehmen und gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu hinterfragen. Dabei ging sie auch auf die Rolle sozialer Medien ein und sensibilisierte für deren Einfluss auf Meinungsbildung und politische Einstellungen.

Der nachhaltige Eindruck der Veranstaltung spiegelte sich im langen Applaus wider. Der Besuch von Katrin Himmler wurde von allen Beteiligten als bereichernd erlebt und verdeutlichte einmal mehr, wie zentral die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit für die Gestaltung der Zukunft ist. Wir hoffen, Frau Himmler auch im nächsten Schuljahr begrüßen zu dürfen, um weiteren Jahrgängen diese wertvolle Erfahrung zu ermöglichen.

Abschließend bedanken wir uns sehr herzlich bei NiederbayernTV, das einen Beitrag über den Vortrag gedreht hat. Diesen finden Sie HIER. (ab 07:20)

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