Werte oder was?!

Die Staatliche Realschule Ergolding trägt seit Langem die Prädikate „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sowie „Schule mit dem Profil Inklusion“. Dass diese Auszeichnungen mehr sind als bloße Selbstverpflichtungen, zeigte sich erneut beim jährlichen Wertetag, der fest im Schulkalender verankert ist und an dem sich die gesamte Schulfamilie beteiligt.

Ziel des Tages ist es, Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen für zentrale gesellschaftliche Werte zu sensibilisieren. Das Schulentwicklungsteam setzt dabei bewusst auf lebensnahe Fragestellungen: Welche Umgangsformen erleichtern das Zusammenleben? Wie erkennt man Falschinformationen in den Medien? Und welche Verantwortung trägt jeder Einzelne in einer demokratischen Gemeinschaft?

Praxisnahe Workshops für alle Jahrgänge

Die Inhalte waren passgenau auf die Altersgruppen zugeschnitten. Jüngere Klassen trainierten grundlegende Alltagskompetenzen wie höfliches Grüßen oder angemessenes Verhalten bei Tisch. In den höheren Jahrgangsstufen standen Themen wie Toleranz, Demokratieverständnis, Gewaltprävention und Medienkompetenz im Fokus.

Besonders eindrucksvoll gestalteten sich die Vorträge von externen Referenten. Zum einen berichteten Berater von „Blickpunkt Sehen“ offen über ihren Alltag mit Sehbehinderung und ließen die Jugendlichen in Übungen selbst erfahren, wie herausfordernd Orientierung ohne Sehvermögen sein kann. Zum anderen bot der Hospizverein den Kurs „Letzte Hilfe Kids und Teens“ an, der Jugendlichen altersgerecht Wissen über Tod, Trauer und Sterben vermittelt und sie ermutigt, schwerkranke Menschen zu begleiten.

Auch die Abschlussklassen profitierten von praxisorientierten Vorträgen durch Referentinnen: Kommunikationstraining, Benimmregeln und kleine, aber alltagsrelevante Fertigkeiten – vom Knopf annähen und Wäschewaschen bis zum preisbewussten Einkaufsverhalten – bereiteten die Zehntklässler auf ihr Leben nach dem Schulalltag vor.

Zurück